ÄTHIOPIEN - GUJI HIGHLAND COFFEE


DETAILINFO - ÄTHIOPIEN GUJI

 

Kooperative:        Guji Highland Coffee Plantation

Anbauhöhe:         1850 bis 2000 meter

Anbaufläche:      "semi-forest"

Anbauland:          Äthiopien

Region:                 Guji

Anbau:                  Waldkaffee (semi-forest)

Aufbereitung:      Trocken (natural) auf "African beds"

Kaffeeart:             Arabica

Varietäten:           Mixed Heirlooms

Haupterntezeit:   Dezember bis März

 

 


Trocknungsverfahren: "natural"-Trocknung auf sogenannten "African beds"
Trocknungsverfahren: "natural"-Trocknung auf sogenannten "African beds"

ÄTHIOPIEN

Äthiopien ist nicht irgendein Land in dem Kaffee wächst, es ist das Land des Kaffees! Der Legende nach beobachtete ein äthiopischer Hirte in den Bergen um Kaffa, dass seine Ziegen rote Beeren von einem Strauch fraßen. Diese schienen eine belebende Wirkung auf die Ziegen zu haben. Nach dem Verzehr sprangen die Tiere wild umher. Ob es sich um eine Geschichte oder die Wahrheit handelt, alle weltweit kultivierten Arabica-Kaffees haben ihren Ursprung in Äthiopien, genauer gesagt in Kaffa, einer kleinen Region im Hochland Äthiopiens.

 

Äthiopien befindet sich im Nordosten Afrikas und ist das am höchsten gelegene Land des Kontinents. 50 % seiner Fläche liegen höher als 1200 Meter, mehr als 25 % über 1800 Meter, über 5 % erreichen gar Höhen über 3500 Meter. Verglichen mit Deutschland ist es rund dreimal so groß.

ÄTHIOPISCHE KAFFEEZEREMONIE

Der Kaffee spielt im Leben der Äthiopier eine sehr große Rolle. Er ist Äthiopiens wichtigstes Exportgut. Seit den sechziger Jahren hat sich der Kaffee-Export vervierfacht. Das Land gehört mittlerweile zu einem der 10 größten Anbauländer weltweit. Doch den meisten Kaffee des Landes trinken die Äthiopier selber. Tatsächlich konsumieren die Menschen mehr Kaffee als sie exportieren. Das zeigt aber auch welche Rolle Kaffee im Leben der Äthiopier spielt. Kaffee gehört hier zum täglichen Leben. Mehrmals am Tag zelebrieren Sie gemeinsam mit der Familie, Freunden oder Nachbarn Ihren Kaffee. Der Kaffee wird vor jeder Zubereitung frisch geröstet. Dies erfolgt in einer Schale aus Blech oder Eisen. Die Kaffeesamen werden in dieser Schale, die als Pfanne dient, über dem Feuer geröstet. Mit Hilfe eines Mörsers werden die fertig gerösteten Samen zermahlen und anschließend mit kochenden Wasser aufgebrüht. Zum meist sehr gesüßten Kaffee wird Popcorn als Knabberei gereicht.

Kaffeezubereitung in Äthiopien (rösten der Kaffeesamen in einer Eisenpfanne)
Kaffeezubereitung in Äthiopien (rösten der Kaffeesamen in einer Eisenpfanne)

KAFFEEANBAU IN ÄTHIOPIEN

Der Kaffeeanbau in Äthiopien lässt sich in vier Kategorien einteilen. Der sogenannte Waldkaffee ("forest-coffee") mit ca. 8-10% der gesamten Kaffeeproduktion, Semi-Waldkaffee ("semi-forest-coffee") mit ca. 30-35%, Gartenkaffee ("garden coffee") mit ca. 50-55% und moderne Kaffee Plantagen mit ca. 5% Anteil an der gesamten Produktion. Was das genau bedeutet möchten wir kurz erklären:

 

FOREST-COFFEE:

Beim Waldkaffee ("forest-coffee") auch bekannt als "Wild Moka", findet praktisch keine Bewirtschaftung des umliegenden Waldes oder der Vegetation statt, außer vielleicht etwas Entfernung von Unterholz, um den Zugang zu den Kaffeebäumen zu erleichtern. Hier wird Kaffee lediglich von Sträuchern geerntet, die im Wald wachsen. Der Ertrag ist meist sehr gering da durch die vielen umliegenden Bäume zum Teil nur wenig Licht an die Kaffeepflanze kommt.

 

SEMI-WALDKAFFEE ("semi-forest-coffee"):

hier wächst der Kaffee in Wäldern auf die bewusst verändert wurden. Um mehr Licht an den Kaffee zu bringen und die Erträge zu erhöhen werden die umliegenden Baumkronen regelmäßig zurückgeschnitten. Es werden Bäume bevorzugt die eine große Baumkrone haben damit weniger Bäume benötigt werden.

 

GARTENKAFFEE ("garden coffee"):

Diese Art des Kaffeeanbaus findet man hauptsächlich im Süden Äthiopiens, die Erntemenge ist hier deutlich höher als die der Waldkaffees. Die Kaffeepflanzen werden zu Gärten um die Farmerhäuser herum gepflanzt. Der Kaffee wird in den meisten Fällen mit anderen Obstbäumen oder Pflanzen bewirtschaftet. Dies ist die am meist verwendetese Art des Kaffeeanbaus in Äthiopien.

 

KAFFEE PLANTAGEN:

der Anbau von Kaffee in sogenannten Kaffee Plantagen nimmt den geringsten Anteil der Bewirtschaftung von Kaffee in Äthiopien ein. Diese Methode lässt die meiste Ertragsmenge zu. Allerdings wird der Kaffee hier nicht wie beim Waldkaffee durch andere Bäume geschützt (Wind, Regen, Sonne etc.).

semi-forest-coffee: der Kaffee wird in mitten von Mischwäldern angepflanzt um Ihn vor der Sonne und dem austrocknen zu schützen
semi-forest-coffee: der Kaffee wird in mitten von Mischwäldern angepflanzt um Ihn vor der Sonne und dem austrocknen zu schützen

FAZIT: Waldkaffees bieten den besten Schutz für den Kaffee. Die Bäume spenden Schatten und bewahren somit die Kaffeepflanze vor zu viel Sonne. Zudem wird sichergestellt das der Boden vor dem austrocknen geschützt wird. Durch das Zersetzten des Laubs werden dem Boden Nährstoffe zugeführt die als Dünger dienen. Die Bäume schützen sich gegenseitig vor einer Reihe von Schädlingen. Dadurch können die Farmer größtenteils auf Pestizide und Dünger verzichten.

ÄTHIOPIEN GUJI - SHAKISO

Unser Kaffee wächst im Süden Äthiopiens. Genauer gesagt bei Shakiso in der Guji Zone. Eine Vielzahl kleiner Kaffeefarmer produzieren hier Kaffee der an die "Dambi Uddo" Kaffeeplantage zur Weiterverarbeitung verkauft wird. Das Gebiet befindet sich in einer Höhe zwischen 1850 bis 2000 Meter und erstreckt sich über eine Größe von ca. 150 ha. Geerntet wird zwischen Dezember und März. Es handelt sich dabei um einen sogenannten "semi-forest-coffee". Der Kaffee wird nach der Ernte (Picking-Methode) auf sogenannten "African-beds" zum trocknen gelegt. Das Ergebnis ist eine sehr ausbalancierte Tasse. Die Aromen sind sehr fruchtig und erinnern an eine Vielzahl von roten Beeren.

Neben Kaffee wird auf der Plantage auch Honig und Holz produziert.


BILDERGALERIE